Gesundheitschecks

Was ist ein Gesundheitscheck?

Eine Gesundheitskontrolle (oder Check-up) wird vom Arzt zur Früherkennung bei einer an sich gesunden Person vorgenommen.

Der Gesundheitscheck hat zum Ziel, den Ausbruch einer Krankheit zu vermeiden oder Risiken frühzeitig zu entdecken. Ein kompletter Check-up ist aufwändig und nur dann sinnvoll, wenn er dem Patienten angemessen und erwiesenermassen notwendig ist.

Welche Fragen sollten Sie sich vor einem Gesundheitscheck stellen?

Die Zahl der verfügbaren Tests und Behandlungen nimmt laufend zu. Das Vorhandensein eines Tests ist allein jedoch nicht Grund genug, um ihn unbedingt auch anzuwenden.

Unnötige Eingriffe bringen keinen Mehrwert für die Pflege. Sie können sogar gesundheitsschädlich sein (wie Röntgenaufnahmen, die den Patienten einer potenziell krebserzeugenden Strahlung aussetzen). Ausserdem ist es wichtig, dass eventuell entdeckte Krankheiten auch behandelbar sind und dass eine Frühbehandlung dem Wohl des Patienten dient, was längst nicht immer der Fall ist.

Deshalb ist es wichtig, sich vor einem Gesundheitscheck die folgenden Fragen zu stellen und mit dem Arzt darüber zu reden:

  • Habe ich diesen Test wirklich nötig?
  • Welches sind die Nachteile dieses Tests?
  • Gibt es Alternativen dazu, die einfacher und sicherer sind?
  • Was geschieht, wenn ich auf diesen Test verzichte?

Welche Tests sind sinnvoll?

Im Prinzip alle Gesundheitschecks, die von der Grundversicherung gemäss Artikel 12 KLV übernommen werden.

Die folgenden Früherkennungstests haben ihren Nutzen bewiesen und werden deshalb empfohlen.

Früherkennung von Darmkrebs

Von 50 bis 69 Jahren:

  • Alle zwei Jahre: Analyse von Blut im Stuhl, das mit blossem Auge nicht erkennbar ist. Bei positivem Befund wird eine Darmspiegelung durchgeführt.
  • Alle zehn Jahre: Darmspiegelung.

Mammografie

Alle zwei Jahre ab 50 Jahren im Rahmen eines Programms zur Früherkennung des Brustkrebses. Für diese Leistung wird kein Selbstbehalt erhoben.

Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Erste zwei Jahre: eine Untersuchung pro Jahr, inklusive Abstrich für zytologische Untersuchung. Bei normalen Resultaten anschliessend eine Untersuchung alle drei Jahre; andernfalls Untersuchungsfrequenz gemäss klinischer Beurteilung.

Verschiedene Früherkennungstests bei Neugeborenen

Alle Details finden Sie unter Artikel 12 der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV).

Fazit

Die Änderung gewisser Gewohnheiten und eine gesunde Lebensweise können zu einer spürbaren Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands führen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmässige körperliche Betätigung und Nichtrauchen sind oft weit nutzbringender als ein Check-up! Ein klärendes Gespräch mit Ihrem Arzt hilft oft, den einfachsten Weg zu finden, um sich von Sorgen um Ihr Wohlergehen zu befreien.