Rückenschmerzen

Mit dem Rücken zur Wand?

Plötzlich auftretende Rückenschmerzen können peinigend und kraftraubend sein. In den meisten Fällen sind jedoch Röntgenaufnahmen und medizinische Bildgebungstests nicht unmittelbar gerechtfertigt – an erster Stelle sind therapeutische Massnahmen ratsam.

Fast jeder zweite Schweizer leidet im Lauf seines Lebens an Rückenschmerzen. Obschon dieses Leiden nur schwer erträglich ist, sind einfache Mittel zu seiner Bekämpfung oft wirkungsvoller als komplizierte Tests. Beim Hausarzt stehen in der zeitgenössischen medizinischen Praxis Therapien an erster Stelle und nicht bildgebende Test.

In den meisten Fällen fühlen sich Personen mit akuten Rückenschmerzen nach einem Monat wieder besser. Dies unabhängig, ob man ein Bildgebungstest gemacht hat oder nicht. Solche Tests können sogar kontraproduktiv sein. Studien haben aufgezeigt, dass sich Patienten mit Rückenschmerzen nach Ablauf eines Monats insgesamt besser fühlen, wenn von ihnen keine Röntgenaufnahmen gemacht wurden.

Dies erklärt sich durch den Umstand, dass solche Tests oft nur harmlose Anomalien zeigen, die nicht unbedingt im Zusammenhang mit den Schmerzen stehen. Sie können zu überflüssigen Behandlungen wie Spritzen oder chirurgischen Eingriffen führen, die potenziell einer guten Erholung abträglich sind.

Ausserdem unterziehen Röntgenaufnahmen den Patienten einer unnötigen Strahlung, die das Krebsrisiko erhöhen kann. Bei einer Radiographie oder Computertomographie (CT) des unteren Rückens können auch die Hoden und Eierstöcke der Strahlung ausgesetzt werden.

Aus all diesen Gründen empfehlen Experten von santésuisse einen zurückhaltenden Umgang mit medizinischen Tests bei Rückenschmerzen. Wenn die Schmerzen nach ein paar Wochen nicht nachlassen, immer wieder auftreten und chronisch werden, kann eine vertiefte Abklärung Sinn machen. Entdecken Sie nachstehend empfehlenswerte Massnahmen, um richtig zu reagieren.