Rolle Nr. 3

Engagement für gerechte Preise

Die Krankenkassen verhandeln mit den Ärzten und Spitälern zugunsten angemessener und fairer Preise. Diese Verhandlungen sind eigentlich die Kernaufgabe der Versicherer. Sie führen zu Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Millionen Franken pro Jahr.

Rund 80% der Gesundheitskosten entfallen auf den Lohnanteil der Erbringer von Behandlungsleistungen (Ärzte, Krankenpfleger, Therapeuten usw.). Jede Tariferhöhung verbessert zwar die Einkünfte der Leistungserbringer, hat aber direkten Einfluss auf die Kosten und damit auf die Prämien.

Die im Gesundheitswesen angewendeten Tarife sind ein Ergebnis von laufenden Verhandlungen mit den Krankenversicherern. Dabei wird oft hart gerungen, denn die Leistungserbringer erwarten mehr Wertschätzung für ihre Arbeit, und die Krankenversicherer streben für ihre Versicherten möglichst tiefe Prämien an.

Die Versicherer beziehen dabei auch klar Stellung zu bestimmten Tarifpositionen, namentlich zu den medizinischen Leistungen in Abwesenheit der Patienten. Diese Dienste (Lesen von Rapporten, Diskussionen mit anderen Ärzten oder Angehörigen usw.) nehmen ständig zu und beliefen sich 2016 auf rund 454 Millionen Franken.