Tipp Nr. 2

Eingeschränkte Arztwahl bedeutet mehr Einsparungen!

Im Grundmodell konsultiert der Versicherte die Ärzte und Spezialisten seiner Wahl, wann immer er es für richtig hält. Die Versicherer bieten aber auch kostengünstigere Modelle an, bei denen der Versicherte auf die freie Arztwahl verzichtet. Zum Beispiel das Hausarztmodell. Dabei wählen die Versicherten einen anerkannten Allgemeinmediziner, den sie jeweils zuerst aufsuchen müssen.

Durch die Wahl dieses Alternativmodells kann der Versicherte pro Jahr Hunderte von Franken sparen.

Die hauptsächlichen Modelle der obligatorischen Krankenversicherung

  • Grundmodell:
    Der Versicherte verfügt über die freie Wahl des Arztes und der Apotheke, ohne jede Einschränkung. Er kann jederzeit direkt einen Arzt oder Spezialisten konsultieren, ohne Vermittler.
  • Hausarzt:
    Der Versicherte verpflichtet sich, immer zuerst den Hausarzt aufzusuchen, den er aus der Liste der anerkannten Ärzte gewählt hat. Der Hausarzt überweist den Patienten wenn nötig an einen Spezialisten.
  • Versorgungsnetz (HMO):
    Der Versicherte muss sich innerhalb eines Netzwerks aus Ärzten (Allgemeinärzte und/oder Spezialisten) behandeln lassen, die in einer festen Gruppenpraxis vereinigt sind.
  • Telemedizin (Telmed):
    Bei Gesundheitsproblemen muss der Versicherte eine medizinische Beratungsstelle anrufen, bevor er den Arzt aufsucht.

Mit einem Alternativmodell (einem anderen als dem Grundmodell) geniesst der Versicherte eine qualitativ einwandfreie medizinische Versorgung und trägt gleichzeitig zu einem verminderten Anstieg der Gesundheitskosten bei. Der finanzielle Vorteil für den Versicherten: Seine Prämie ist bis zu 30% günstiger!

Die Versicherer können nach zwei unterschiedlichen Zahlungssystemen funktionieren:

  • Tiers garant:
    Der Versicherte bezahlt seine Rechnungen und seine Medikamente selbst, behält die Belege und Rechnungen und erhält sie von seiner Kasse zurückvergütet – sobald die Jahresfranchise erreicht ist.
  • Tiers payant:
    Die Kasse bezahlt selbst gewisse Rechnungen der Leistungserbringer. Der Versicherte begleicht nur die Franchise und seinen Selbstbehalt. Die meisten Krankenkassen bieten dieses System für die Bezahlung der Medikamente an. Auch bei der Bezahlung der Spitalbehandlungen ist der Tiers payant vorherrschend.

Gut zu wissen

Im Rahmen des Hausarzt-Modells verpflichten die meisten Krankenkassen ihre Versicherten bei folgenden Konsultationen nicht dazu, zuerst den Hausarzt aufzusuchen:

  • Frauenarzt
  • Augenarzt
  • Kinderarzt
  • bei Notfällen, wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist.

Die meisten Kassen gestatten einen Wechsel des Hausarztes im ersten Jahr.